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Zur Geschichte der Beruflichen Schule Riedlingen

Mit der Einrichtung von Sonn- und Feiertagsschulen ab 1783 begann die Entwicklung des beruflichen Schulwesens in Württemberg. In diesen Schulen sollten Jugendliche (nach der 7. Klasse Volksschule) in den Gebieten Aufsatz, Rechnen, Allgemeinbildung, Religion und Zeichnen weitergebildet werden.

In Riedlingen wurde - wie aus einem Bericht an das Königliche Oberamt Riedlingen von 1853 hervorgeht - bereits 1812 eine solche "Sonn- und Feiertagsschule eingerichtet. Schon bald bezog man auch die gewerbliche Fortbildung in den Lehrplan mit ein. Die Unterrichtszeit mit den Fächern Linearzeichnen mit Geometrie, gewerbliches Schreiben, gewerbliches Rechnen sowie Naturlehre betrug 8 bis 9 Stunden, davon jeweils 2 Stunden sonntags vor und nach dem Hauptgottesdienst, ansonsten werktags abends.

Im Jahr 1887 erhielt die Schule das Recht, Lehrlingsprüfungen durchzuführen, "um dem Rückgang des Handwerks und des Einzelgewerbes Einhalt zu tun und demselben wieder zu früherer Blüte zu verhelfen".

1906 kam es durch das württembergische Gewerbe- und Handelsschulgesetz zur Einführung der dreijährigen Berufsschulpflicht für Lehrlinge.

1927 erfolgte die Gründung des Gewerbeschulverbandes Riedlingen, ein Zusammenschluss von zunächst 16 umliegenden Gemeinden. Die Schulräume befanden sich damals im alten Spital am Wochenmarkt 3, die Werkstätten in den Gebäuden hinter dem Feuerwehrhaus. Der Unterricht fand einmal wöchentlich statt. Es gab jeweils zwei Klassen mit 30 bis 35 Schülern, die von 3 Lehrern unterrichtet wurden.

Bis 1951 erhöhte sich die Anzahl der Mitglieder des Berufsschulverbandes Riedlingen auf 30 Gemeinden. Durch Angliederung einer kaufmännischen Abteilung konnte 1953 die gewerbliche Berufsschule zur "Gewerblichen und Kaufmännischen Berufsschule Riedlingen" ausgebaut werden. In den sechziger Jahren bildete die Schule jährlich etwa 300 Schüler in den Bereichen Metall/Elektro, Bau/Holz, Maler, Schreiner und Gärtner sowie ungefähr 200 Schüler in Einzelhandels-, Großhandels- und Industrieklassen aus.

Die Eröffnung der zweijährigen kaufmännischen Berufsfachschule (Wirtschaftsschule) 1972 war ein wichtiger Schritt zur Verbesserung der Weiterbildungsmöglichkeiten für Hauptschüler, die durch den Besuch einer zweijährigen Vollzeitschule die Fachschulreife erwerben können. Nach der Kreisreform wurde 1973 der Landkreis Biberach Schulträger. Der Bezug der neuen Schulräume im heutigen Schulgebäude in der Zwiefalter Str. 50 bildete die Voraussetzung für die Eröffnung der Wirtschaftsschule. 1975 wurde die hauswirtschaftliche Berufsschule der bestehenden Schule angegliedert.

Seither hat sich das Bildungsangebot ständig erweitert. 1985 wurde u. a. das Kaufmännische Berufskolleg I eröffnet und 1992 die Wirtschaftsoberschule, die in zwei Jahren Vollzeitunterricht zum Erwerb der Hochschulreife führt. Seit 1997 fördert die Schule auch sehr intensiv benachteiligte und lernschwache Schüler in den Klassen des Berufseinstiegsjahres, des Berufsvorbereitungsjahres und den Kooperationsklassen mit der Förderschule und der Hauptschule.

Die Gewerbliche, Kaufmännische, Hauswirtschaftliche Schule Riedlingen umfasst derzeit (2015) 9 Schularten in 22 Klassen mit ca. 440 Schülern und 35 Lehrkräften.

Das gepflegte Schulgebäude liegt in einem großen parkähnlichen Gelände. Der Schulträger, der Landkreis Biberach, unterstützt entsprechend seinem dezentralen Leitgedanken die Schule vorbildlich. So wurden z.B. in den letzten Jahren der Chemieraum, der großzügige Übungsfirmenraum, das zukunftsweisende Labor für Steuerungstechnik und eine moderne Schulküche eingebaut.
 

  • Zu Beginn der zweiten Schulwoche ging es für die SchülerInnen der Eingangsklassen der Wirtschaftsoberschule und die beiden Lehrer, Frau Rieckmann und Herr Winter, zum Teambuilding in den Kletterpark Tannenbühl in Bad Waldsee.
    Aktuelles / 25.09.2017
  • Die Berufliche Schule Riedlingen nimmt am Schulversuch „tabletBS“ teil. Von Eva Winkhart (erschienen in: Schwäbische Zeitung, 22. September 2017)
    Aktuelles / 25.09.2017